Bicycle Observatory

Bicycle Observatory
Bicycle Observatory2018-09-10T13:46:30+00:00

Wo und wann sind wie viele und welche RadfahrerInnen unterwegs? Welche Variablen beeinflussen den Radverkehr? Wie können die sehr unterschiedlichen Ansprüche und Verhaltensweisen von RadfahrerInnen erfasst und gezielt angesprochen werden? Wie kann eine nachhaltige Fahrradkultur etabliert werden?

Fragen wie diese bilden den Hintergrund des Forschungsprojekts Bicycle Observatory – Am Puls des Radverkehrs, die bis September 2020 von einem interdisziplinären Projektkonsortium gemeinsam mit vielen Partnern erforscht werden. Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) im Programm „Mobilität der Zukunft“ gefördert (FFG Projektnummer 865176).

Das Projekt Bicycle Observatory hat sich zum Ziel gesetzt, durch die Zusammenführung von technischen Sensor- und sozialwissenschaftlichen Erhebungsdaten ein mehrdimensionales, räumlich differenziertes Lagebild des Radverkehrs zu konzipieren und damit den Radverkehr als Gesamtsystem sowie dessen Heterogenität innerhalb der Gruppe der RadfahrerInnen besser zu verstehen. Der Beitrag des Bicycle Observatorys zur Etablierung einer umfassenden Fahrradkultur wird in den Domänen Planung und Politik, Wirtschaft, Forschung sowie innerhalb der Radverkehrs-Community evaluiert.

Arbeitspakete (AP) des Forschungsprojekts Bicycle Observatory.

Die zeitlich kontinuierliche und wissenschaftlich begleitete Beobachtung des Radverkehrs aus verschiedenen Perspektiven, basierend auf Konzepten und Grundlagen, wie dem Geographical Information Observatory, GIO (Miller, 2017), ist bislang noch nicht in den operativen Betrieb transferiert worden. Das Projekt Bicycle Observatory versteht sich deshalb auch als Schritt zur dauerhaften Etablierung eines Radverkehrsobservatoriums. Dabei werden bestehende und neue Erkenntnisse zusammengeführt sowie die Rahmenbedingungen für einen langfristigen Betrieb erforscht.

Aus dem Projekt Bicycle Observatory sind folgende Resultate zu erwarten:

  • Aussagen zur räumlichen, zeitlichen und qualitativen Verteilung des Radverkehrs in Salzburg durch ein mehrdimensionales Lagebild und eine signifikant verbesserte Datenlage.
  • Typologien von RadfahrerInnen mit jeweils spezifischen, räumlich und zeitlich explizit beschriebenen Verhaltensmustern und Ansprüche an das Radverkehrssystem.
  • Daten- und Evidenzgrundlage für radverkehrsfördernde Politiken und Planungsentscheidungen, die unter anderem als Anreizförderung für die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle und Services dienen.
  • Unterstützung der Markt- und Gesellschaftsdynamik im Bereich der Fahrradmobilität zur besseren Einbindung von Organisationen und BürgerInnen in einen strukturierten Dialog.

Von wesentlichen Projektfortschritten wird in einer eigenen Rubrik berichtet. Wenn Sie Fragen zum Forschungsprojekt haben oder an einer Zusammenarbeit interessiert sind, können Sie sich jederzeit mit uns in Verbindung setzen. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!